Projekt „Rumänienhilfe“

 

Das BSZ Werdau hat seit 2004 einen engen Kontakt zum Verein

„Kinderhilfe Rumänien - Zwickau“ e.V..

Der Verein betreut in Rumänien, im ländlichen Gebiet um die Stadt Timisoara, Kinder, die an Aids erkrankt sind und leistet praktische und finanzielle Hilfe für die Familien in denen die Kinder leben.

Im Ethikunterricht kamen die Schüler und Auszubildenden von unserem BSZ mehrfach mit dem Vereinsvorsitzenden Steffen Meyer über die Arbeit des Vereins ins Gespräch.

Sie konnten sich ein umfassendes Bild von der Not der Kinder und den schwierigen Lebensbedingungen der Familien machen.

Aus diesen Gesprächen entwickelte sich bei den Jugendlichen der Wunsch, selbst Hilfe zu leisten, um den erkrankten Kindern ihr Schicksal ein wenig zu erleichtern.

Seit 2004 hat sich die Zusammenarbeit mit dem Verein durch viele Aktionen noch verstärkt.

Zu nennen wären eine siebenjährige Patenschaft mit einem erkrankten Mädchen (Claudia Elisabetha) und bis 2011 jährlich durchgeführte Spendenaktionen für den Verein und unser Patenkind.

2005 besuchte eine Schülergruppe der Berufsschule gemeinsam mit der Ethiklehrerin Frau Braband Claudia und ihre Familie in Rumänien. Die Freude über diesen persönlichen Kontakt war riesengroß und auch der Wunsch weiterhin zu helfen. Danach blieben die Schüler  über Briefe und kleine Pakete zu Weihnachten und zum Geburtstag in Kontakt.

Das im Jahre 2011 neu zusammengesetzte BSZ in Werdau führt die Zusammenarbeit mit dem Verein weiter und hat durch mehrere Projekte und eine Schülerreise nach Rumänien Tolles geleistet.

Über diese Aktivitäten informieren nachfolgende Schülerberichte und Bilder.

Wer sich für die Arbeit des Vereins interessiert, kann sich auf dessen Internetseite informieren.

 

www.rumaenienkinder.de

 

Reisebericht zur Rumänien Osterfahrt

(18.-21. April 2014 nach Timisoara)

Mitreisende:

Steffen Meyer (Vereinsmitglied), Iris Lippert (Freundin des Vereins aus Wilhelmsfeld),Sylke Braband und Michael Grau (Lehrer am BSZ Werdau) mit Partner Steffen Seifert und Tochter Michelle Grau, Nils Jaksch, Lisa-Marie Eisner, Jakob Seltmann, Florens Gielke und Christian Kaden (Schüler am BGY im BSZ Werdau)

18.4.2014 (Karfreitag)

-Start 8.00 Uhr in Zwickau, Platz der Völkerfreundschaft mit 10 Personen und 3 Autos

-bei MC Donalds in Regensburg kommt Iris dazu, von Verein „Eine Welt im alten Waschhaus“aus Wilhelmsfeld

-15 Stunden Fahrt (370 km durch Dtl, 335 km durch Österreich, 360 km durch Ungarn und 90 km über die Grenze in Rumänien nach Timisoara, zusammen also1155 km)

-23 Uhr Ankunft im Hotel, Uhr 1 Stunde vorstellen und Bezug der Zimmer

-bis 24 (1 Uhr) Uhr noch „ein Absacker in der Hotelbar

 

19.4.14 (Samstag)

-8.30 Uhr Frühstück im Hotel

-9 Uhr Start in die Schule für taubstumme Kinder (3-6 Jahre) in Timisoara

-10 – ca 14.00 Uhr Aufbau der Spielgeräte auf dem Spielplatz der Schule

-14.30 – 15.0 0 Uhr Duschen und Pause im Hotel

-15.00 – 16.30 Uhr Besuch „Visite“ im Krankenhaus bei Frau Dr. Costa

(Abgabe der mitgebrachten Medikamente und medizinischen Materialien, Besuch der Krankenstation, 3 kleine Kinder mit HIV oder Verdacht darauf und 1 Säugling im Inkubator; Frau Dr. Costa hätte 140 Enkel, wenn sie alle die Kinder adoptiert hätte, die von ihren Eltern zurückgelassen wurden; diese Kinder kamen in Pflegefamilien oder ins Kinderheim)

-16.00 Uhr Besuch der Familie Pauliza

( Vater 60 Jahre und Rentner, lebt mit seinen 2 Töchtern-7 und 8 Jahre- in einer Sozialwohnung-Hinterhof-20 Euro Kaltmiete, er hat 102 Euro Rente und kaum Geld für Lebensmittel, seine Frau ist aus unbekanntem Grund weggegangen, Vater zieht Töchter allein groß, schlimme Wohnverhältnisse, Iris hat Patenschaft für Familie und gibt Geld für Lebensmittel)

-19 Uhr Abendessen im Hotel „Continental“

-24 Uhr Besuch eines Gottesdienstes in einer orthodoxen Kirche (einzelne unserer Gruppe)

(Licht wurde aus der Grabeskirche in Jerusalem eingeflogen, am Flughafen übergeben und dann in die einzelnen Kirchen gebracht; Kirchenbesucher trugen mit Kerzen dieses Licht einmal um ihre Kirche, danach fanden Gebete, Rituale… um das Licht statt, die Auferstehung Jesus naht…)

20.4.14 (Sonntag)

-8.30 Uhr Frühstück im Hotel

-9.30 Uhr Start nach Sustra, in ein kleines Sinti und  Roma-Dorf

(11 Familien, ca. 20 Erwachsene, 30-40 Kinder, Steinhütten ohne Fußboden und teilweise ohne Fenster aus Glas)

Hier luden wir Kleidung und Lebensmittel ab, bauten ein Zelt auf, schauten uns auf dem Gelände um und sprachen mit den Bewohnern.

Der Verein „Kinderhilfe Rumänien“ Zwickau e.V. spendete für 100,-Euro Mehl und Öl)

Herr Meyer: „Wenn die Frauen Mehl und Öl haben, können sie ihre Familien ernähren.“

-11 Uhr Fahrt nach Isvin zum Besuch der Familien Covaci, Oprea und Usinov

Fam. Covaci : 5 Kinder, Verein sponsert Baumaterial, welches in Eigenleistung zu einem kleinen Steinhaus verbaut werden; hier wohnt auch David, welcher vor 2 Jahren in Deutschland zum Praktikum war)

Fam. Oprea : Sebastian, 9 Jahre alt, seine Mutter starb bei der Geburt, er wächst seit seinem 1. Lebensjahr bei der Großmutter auf, Vater und Großvater sind in den letzten Jahren auch verstorben, Sebastian hat sich bei der Geburt mit HIV angesteckt und lag 1 Jahr im Krankenhaus, der Verein kümmert sich um einigermaßen würdige Wohnbedingungen und Medikamente)

Fam. Usinov : die Familie hat mehrere Jahre in Deutschland als „geduldet“ gelebt, bis sie vor ca.7 Jahren abgeschoben wurden, Mutter ist Roma aus Rumänien, Vater Mazedonier, Kinder sind alle in Dtl. geboren (Trajan 18 J.,Kazim 19 J.,Lassle 21 J.), lebten anfangs sehr ärmlich in Bretterverschlag am Dorfrand, der Verein unterstützte sie beim Errichten eines kleinen Steinhauses auf einem gepachtetem Grundstück, 2 Jungen der Familie sind seit März 2014 für längere Zeit in Dtl. und haben eine Anstellung in der Firma „Stuck und Bau Crimmitschau“ gefunden, wenn Bewährung können Sie hier eine Ausbildung beginnen)

-14.00 Uhr Einladung bei Anni (sie war mehrere Jahre ehrenamtlich bei Ferienlagern als Krankenschwester dabei, als gute Seele verwöhnt sie alle Rumänienbesucher, welche über den Verein mit nach Rumänien kommen)

Anni: „Wir haben sonst nicht viel, ich möchte euch mit dieser Einladung für eure Hilfe danken!“

-17.30 Uhr Aufbruch nach reichlichem Schlemmen ins Hotel

-abends Spaziergang durch das angrenzende Wohngebiet (begehrte Wohnlage für wohlhabendere Rumänen) und Ausklang in der Hotelbar (Austausch der vielen Eindrücke und Vorbereitung auf die Rückfahrt

21.04.2014

-7.00 Uhr Frühstück und Begleichen der Hotelrechnungen;-8.00 Uhr Start zur Rückreise nach Zwickau

-mehrere Zwischenstopps in Rumänien, Ungarn, Österreich und Deutschland zum Tanken, Essen und für Toilettengänge (geplante und plötzliche)

-die Straßen waren trotz Osterrückreiseverkehr relativ frei, die tapferen Fahrer Steffen M., Steffen S., Iris und Michael G. haben uns gut gelaunt und sicher zurück nach Zwickau gebracht, Fahrtzeit wieder 15 Stunden

-23.00 Uhr  Zieleinfahrt auf dem Platz der Völkerfreundschaft in Zwickau

 

Persönliche Eindrücke

Befragt man Urlaubsreisende nach ihren Reiseerlebnissen, zählen sie sicherlich Eindrücke von Kultur und Landschaft auf. Sie werden über die Reisegruppe, das Essen, die Unterbringung und das Wetter berichten. Meist sucht man im Urlaub nach Orten oder Momenten der Freude, der Bewunderung oder der Entspannung.

Bei unserer Reise nach Rumänien war alles anders. Wir hatten das entschlossene Ziel uns nützlich zu machen und Kontakt zu Menschen aufzunehmen, die in großer Not und Armut leben.

Uns sind Menschen begegnet, die ihre Lebenssituation mit Würde ertragen und nach ihren bescheidenen Möglichkeiten versuchen, diese zu verbessern. Ihre Lebensfreude, ihr Optimismus und ihre Gastfreundschaft haben uns sehr beeindruckt.

Mit den neuen Spielgeräten haben die taubstummen Kinder in ihren Pausen sicherlich viel Freude. Die Medikamente für die Kinder mit HIV werden diesen zur Leidminderung verhelfen, die überreichten Lebensmittel ernähren für mehrere Wochen Familien und die mitgegebenen Kleidungsstücke schützen und wärmen ebenfalls über einen längeren Zeitraum Kinder und Erwachsene.

Dies zu wissen, macht uns sehr glücklich und auch ein wenig stolz.

Wir werden noch lange über diese Erlebnisse nachdenken und auch Vergleiche zu unserem Leben in Deutschland anstellen.

So oft wird in unserem Land über so nichtige Dinge geschimpft und soviel infrage gestellt.

Uns wurde einmal mehr bewusst, wie gut es uns  hier geht.

Klarer wird auch, wie zahlreich die Möglichkeiten für uns sind, das Leben sinnvoll zu gestalten, wie selbstverständlich es hier ist, genug zu essen und einen sicheren und sauberen Wohnort zu haben

Wir waren nur vier Tage auf „Osterfahrt nach Rumänien“, aber die hatten eine einschlagende Wirkung. 

Danke an den „Verein Kinderhilfe Rumänien- Zwickau“ e.V., besonders an Steffen Meyer, der ein perfekter Organisator und Begleiter für uns war!

 

 

Sylke Braband

Schulübergreifendes Projekt   (Schuljahr 2012/13)

718,- Euro für Verein „Kinderhilfe Rumänien Zwickau „

 

Aus einem „Startgeld“ von 300,-Euro, gesponsert über die Restcent-Aktion des Betriebsrates der VW Mosel GmbH, haben die Schüler der Grundschule Langenbernsdorf und die Gymnasiasten des Beruflichen Gymnasiums in Werdau die stattliche Summe von 718,- Euro „erarbeitet“.

Im Kunstunterricht fertigten die Schüler am BSZ unter Anleitung von Herrn Weber T-Shirts für Kinder und  Erwachsene. Der Verkauf dieser begehrten Kleidungsstücke zur Schulweihnachtsfeier und zum Tag der offenen Tür brachte einen Erlös von 146,- Euro ein. 

Die Kinder der Grundschule Langenbernsdorf  stellten Vogelhäuschen her und organisierten einen Kinderflohmarkt. Motiviert und unterstützt wurden sie dabei von den Lehrerinnen Frau Naumann und Frau Eicke. Zeit und Engagement haben sich hier besonders gelohnt, denn es wurde von den Kindern, Eltern und Lehrern die stattliche Spendensumme von 572,- Euro zusammengetragen.

Am Freitag, den 20.9.13, war es dann endlich soweit. Stellvertretend für alle Beteiligten der beiden Schulen überreichten Max für das BSZ und Lilly und Aline im Namen der Grundschule Langenbernsdorf die Schecks mit der Spendensumme an den Verein.

Der Vereinsvorsitzende Steffen Meyer nahm die Spende mit großer Freude und herzlichem Dank entgegen und berichtete von der Arbeit des Vereins in Rumänien.

Es werden zum Beispiel an Aids erkrankte Kinder mit lebensnotwendigen Medikamenten versorgt und durch gesponserte medizinische Geräte aus Deutschland deren Behandlung im Krankenhaus von Timisoara verbessert. Außerdem unterstützt der Verein sehr arme, in lebensunwürdigen Zuständen lebende, meist kinderreiche  Familien. In Eigenleistung  und mit viel Engagement von freiwilligen Helfern, entstanden zum Beispiel für zwei Familien Holzhäuser mit je 50 Quadratmeter Wohnraum. Nun kommen zumindest diese Familien sicher und trocken durch den nächsten Winter.

Das übergebene Spendengeld ist für diese und andere Vorhaben in Rumänien eine große Hilfe.

Nochmals Danke allen Beteiligten!!!

Für das Schuljahr 2013/14 werden derzeit wieder Ideen für ein ähnliches Projekt  gesammelt, bei welchem sich der Kreis der Beteiligten noch erweitern soll. Außerdem können sich Ostern 2014 interessierte Schüler und Lehrer an einer Fahrt nach Rumänien beteiligen und vor Ort selbst helfen.

Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit allen begeisterten Helfern!

Sindy Lorenz und  Sylke Braband

Leser die spenden möchten,  können das unter :

Kinderhilfe Rumänien Zwickau e.V.; Volksbank Zwickau; KN 100027011; BZ 87095934

 

Infos zum Verein unter : www.kinderhilfe-rumaenien-zwickau.de

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