Mobiles Labor von der TU Freiberg zu Gast – 2. Mai 2022

 

Am Montag, 02.05.2022 war ein Mitarbeiter der Werkstoffforschung von der Technischen Universität Freiberg
zu Gast am BSZ in Werdau. Mit ihm haben die Schülerinnen und Schüler der Technikklasse aus der
Jahrgangsstufe 11, die Beschaffenheit von Werkstoffen und insbesondere die Härte von Werkstoffen behandelt.

 

Um besonders die Härte bestimmen zu können, gab es verschiedene Verfahren. Ein schon in die Jahre
gekommenes Verfahren, aber trotzdem experimentierfreudig für die Schülerinnen und Schüler, war der Ritztest
nach Mohs, aus dem Jahr 1822. Hierbei gab es 10 verschiedene Minerale mit einer unterschiedlichen Härte,
diese Minerale gehen von Talk bis zum Diamanten, welcher das härteste natürliche Mineral darstellt. Diese sind
in Bild 1 auch nacheinander abgebildet. Mit einem Mineral ritzte man in eine Probe und erkannte ob
ein Ritz hinterblieben ist oder nicht.

 

Ein weiteres experimentelles Verfahren des mobilen Labors war das statische Härteprüfverfahren nach Rockwell
und Birnell. Bei diesem Verfahren gab es wie in dem Bild 2 zu sehen ein statisches Prüfgerät auf dem man
die Probe lag und mittels eines Hebels eine Spitze in die Probe drückte. Dies funktionierte teils elektronisch
und teils mechanisch, damit immer die gleiche Kraft auf die Probe wirkte. Mit dem Kreis auf der Probe, der durch
die Spitze entstand, wird mittels eines geeigneten Messgerätes die Härte angegeben. Dies erfolgte ebenfalls
digital, da der Kreis minimal ist.

 

Als letztes Verfahren hatten die Schülerinnen und Schüler der Technikklasse die Schlaghärteprüfung mit
dem Poldihammer. Dieses Verfahren war im Gegensatz zu dem vorherigen Verfahren nicht statisch,
sondern dynamisch. In diesem Verfahren hatte ein Schüler mit dem Hammer auf einen Schlagbolzen,
der in Verbindung mit einer Hülse war geschlagen. Dadurch traf die Hülse auf einen Vergleichsstab, welcher auf
einer gehärteten Stahlkugel lag und daraus ein Kreis im Vergleichsstab entstand. Die Stahlkugel lag zum anderen
auf der Probe in der auch ein Kreisabdruck entstanden ist. Am Ende maß man die Löcher aus und schaute
in eine Vergleichstabelle und ermittelte dadurch die Härte des Stoffes. Diesen Versuch kann man auch noch
einmal in Bild 3 sehen.

 

Am Ende des Projektes hatten sich die Schülerinnen und Schüler sehr darüber gefreut diese Möglichkeit
gehabt zu haben und hoffen, das auch die nächsten Techniker der 11. Klasse am BSZ Werdau die Chance
darauf haben, eine solche Erfahrung zu sammeln.

 

Die 11. Klasse möchte sich bei dem Vertreter der TU Freiberg sowie bei der TU Freiberg und dem BSZ Werdau
dafür bedanken.

 

Artikel und Bilder Florian Uda   BGy24t  

 

Selbstverteidigungsworkshop am BSZ  -  11. Juli 2022

In der letzten Schulwoche vor den großen Sommerferien konnten sich die Schülerinnen und Schüler

der elften Klasse BGY24t in Selbstverteidigung erproben.


Workshopleiter und Judoka beim Chemnitzer PSV Dirk Hilbig erklärte zunächst theoretische Grundlagen wie

die Rechtsprechung, das Prinzip der Verhältnismäßigkeit oder Distanzzonen.
Danach ging es ziemlich schnell zur Sache. Die Schülerinnen und Schüler übten

verschiedene Selbstverteidigungsstrategien in lebensnahen Situationen. So lösten sie sich unter Anleitung

des Judo-Profis und WM-Teilnehmers Hilbig aus festen Handgriffen, befreiten sich aus Umklammerungen

und wehrten Schläge ins Gesicht ab. In manchen Situationen wurde die Klasse mit den Worten

ermahnt: „Von Sumoringen hat hier niemand etwas gesagt.“ Vielmehr gehe es darum, einen Schockmoment

beim Gegenüber zu erzeugen und die Reaktion auf einen kurzen Schmerzreiz auszunutzen.

 

„Der Überraschungseffekt schlägt Größe und Kraft“, was der Judoka mit fünftem Dan-Grad recht eindrucksvoll

an einem deutlich größeren und kräftigeren Schüler demonstrierte, der innerhalb von Sekunden vom

Stand in Bauchlage gebracht wurde – natürlich verletzungsfrei.

 

Auch der Stimmeinsatz und eine selbstbewusste Körperhaltung gehören zur Selbstverteidigung, weshalb es

in der Turnhalle dann etwas lauter wurde. Den Schülerinnen und Schülern war der Spaß ins Gesicht geschrieben,

die sich über dieses kleine Highlight zum Schuljahresende freuten. Sie betonten, dass es vor allem die

einfachen Dinge gewesen seien wie das Klopfen mit den Fingerknöcheln auf empfindliche Hand-Strukturen

des Angreifers, die man leicht im Hinterkopf behalten und im Ernstfall anwenden könnte.

 

Nichtsdestotrotz bleibt zu hoffen, dass die gelernten Selbstverteidigungstechniken nicht zur Anwendung

kommen müssen, denn wie Dirk Hilbig sagt: „Die beste Verteidigung ist eine gute Zeit im 100-Meter-Sprint.“

 

(Artikel: Elisa Roßkamp - Sportlehrerin am BSZ)

 

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Berufliches Schulzentrum für Wirtschaft, Gesundheit und Technik des Landkreises Zwickau